Wie KI-Suchmaschinen verändern, was wir im Internet finden
Jahrzehntelang funktionierte die Suche im Internet nach einem erstaunlich stabilen Prinzip. Man gab einige Begriffe in ein Suchfeld ein und erhielt eine Liste mit Webseiten, die vermutlich zur Anfrage passten. Danach begann die eigentliche Arbeit: Treffer öffnen, Texte überfliegen, Quellen vergleichen und aus mehreren Fundstellen die gewünschte Antwort zusammensetzen. Dieses Modell verändert sich gerade grundlegend. Immer häufiger steht über oder anstelle der klassischen Trefferliste eine von künstlicher Intelligenz formulierte Antwort. Auch KI-Assistenten können inzwischen aktuelle Informationen aus dem Internet suchen und die Ergebnisse direkt in einer verständlichen Zusammenfassung präsentieren. Google baut generative KI immer stärker in seine Suche ein, während Dienste wie ChatGPT Websuche und Gespräch miteinander verbinden. Für Nutzer ist das bequem. Statt zehn Webseiten zu besuchen, reicht möglicherweise eine einzige Frage. Gleichzeitig verändert sich dadurch aber etwas, das für das offene Internet bisher selbstverständlich war: Zwischen der Suchanfrage und der Information liegt plötzlich eine zusätzliche Instanz, die nicht nur sortiert, sondern bereits interpretiert.
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